Vita

gubik-ulrike

Uli Gubik

Als Tochter eines Künstlers bin ich seit meiner Kindheit mit dem Malen und Zeichnen vertraut. Mein Vater war mein erster Ausbilder und Mentor seit ich einen Stift halten kann.

Im Laufe meines jahrzehntelangen künstlerischen Schaffens kristallisierte sich ein bevorzugtes Sujet heraus:

Der Mensch an sich und seine Interaktion mit der Umwelt.

Bei der künstlerischen Auseinandersetzung mit der menschlichen Darstellung hat das Gesicht – als Spiegelbild des Menschen selbst – für mich höchste Bedeutung.

Durch was wurde dieses Gesicht und dieser Mensch geprägt im Laufe seines Lebens?

Eben nicht nur durch Gene und seinen Lebensstil – gesund oder ungesund. Genau so viel prägten ihn sicherlich auch seine Mitmenschen, seine Umgebung, seine Erlebnisse im banal Alltäglichen oder im spannend Unbekannten. Welche Rolle spielte er im privaten oder öffentlichen Leben?

Seit 2019 experimentiere ich mit Druck-Graphik, genauer gesagt mit Material-Druck-Graphik.

Meine über lange Jahre erarbeiteten Erfahrungen auf diesem Gebiet ermöglichen mir ein Verfahren, das Hochdruck und Tiefdruck mit einem spontanen Pinselduktus verbindet, sozusagen eine Spontanität aus dem Handgelenk heraus, ähnlich wie bei einer Verni-mou-Radierung. Gleichzeitig entsteht teilweise die Plastizität eines Prägedrucks. 


Mit maximal fünf Exemplaren einer Auflage möchte ich mich von der Überfülle anderer Drucke abgrenzen.


Meine Arbeiten unter dem Titel: „ Materialdruck im Flow“ sind eigentlich nur noch Unikate. Jedes Werk dient, einmal gedruckt, wieder umgearbeitet als Druckstock für das nächste Exemplar, und so weiter…
Der ursprüngliche Druck ist also nicht wiederholbar. Mein Verfahren ist vergleichbar mit der Drucktechnik einer „verlorenen Platte“.

Die großformatige Arbeit „ Blickwanderung mit 98 Mini- Materialdrucken“ ist ein Beispiel für immer wieder umgearbeitete Druckplatten, zum Teil in Kombination mit Collagen als Hintergrund auf Pappe als Träger.


Die teilweise großformatigen Monotypien, Holz- und Linolschnitte bilden eine Ergänzung zu meinem Druckwerk.

Neben den oben genannten Techniken arbeite ich natürlich auch mit Acrylfarben, Graphit-, Kreide-, Kohle- und Fineliner-Stiften, die ich auch häufig miteinander kombiniere, wie mein graphisches Werk zeigt.

Ein Übergangsmedium zwischen Graphik und Malerei  bildet die chinesische Tuschemalerei. Sie fasziniert und beschäftigt mich seit vielen Jahren, nicht erst seit unseren Fernost-Reisen ab 2015. Es entstanden viele Porträt- und Naturstudien.

Die Malerei in Acryl oder Öl führt momentan in meinen Arbeiten ein Außenseiterdasein. Meist ist sie eine Synthese aus Malerei, Graphik und weiteren Medien.

Bei meinen plastischen Arbeiten experimentiere ich mit Draht, Papier- und Kunststoffmaterialien, eigentlich Wegwerfprodukte, die ich neu in Szene setze.

Meine zweite Leidenschaft, die Schmuckgestaltung, erfordert sehr viel Akribie und Durchhaltevermögen, speziell im Umgang mit Metallen und setzt Kenntnisse von Steinen voraus. Autodidaktisches Ausprobieren, Kurse bei Goldschmieden und spezifische Techniken aus dem Studium schufen eigene Gestaltungsmöglichkeiten – sicherlich eine Symbiose aus meinem sonstigen künstlerischen Schaffen.

Ich unternehme regelmäßig Weiterbildungen bei der „Europäischen Kunstakademie Trier“ und „Freien Kunstakademie Augsburg“, sowie bei namhaften Künstlern aus der Region.

  • Kurzvita:
    • geb. 1958 in Lohr am Main
    • 1978 Abitur in Schweinfurt, Leistungskurse Kunst und Latein
    • 1979-1988 Studium der Zahnmedizin mit anschließender Facharztausbildung in Kieferorthopädie
    •  seit 1989 in Rieneck freiberuflich tätig

  • Ausstellungen:
    • Würzburg, Schweinfurt, Karlstadt, Hammelburg, Lohr, Bad Brückenau,
    • Arnstein, Geldersheim, Rieneck
    • 2018, 2022 nominiert für den Kunstpreis in Marktheidenfeld
    • 2020 vornominiert für den Kunstpreis in Marktheidenfeld